Nach Dem Verlust Von 35 % Seiner Flotte Sucht Russland Einen Waffenstillstand Im Schwarzen Meer

Mar 29, 2025
Share
24 Kommentare

Heute sprechen wir über den kürzlich vereinbarten Seewaffenstillstand zwischen der Ukraine und Russland. Wie realistisch ist er im Kontext des aktuellen Verlaufs des Seekriegs im Schwarzen Meer, und wie versucht Russland, durch diese Vereinbarung wieder Zugang zu internationalen Märkten zu erlangen.

Nach den Verhandlungen in Riad, Saudi-Arabien, haben Russland und die Ukraine einen Seewaffenstillstand im Schwarzen Meer vereinbart – ein seltener diplomatischer Fortschritt im andauernden Krieg. Die Vereinbarung verpflichtet beide Seiten, militärische Operationen auf See einzustellen und Hafeninfrastrukturen zu schützen.

Zusätzlich hat die Ukraine das Recht gesichert, sich zu verteidigen, falls Russland gegen die Vereinbarung verstößt, indem es seine Kriegsschiffe über den östlichen Teil des Schwarzen Meeres hinaus verlegt. Der Waffenstillstand bekräftigt zudem die bestehende Übereinkunft, keine Angriffe auf Energieinfrastrukturen durchzuführen.

Es ist bemerkenswert, dass die Ukraine eine äußerst erfolgreiche Seestreitkampagne gegen Russland geführt hatte. Da die ukrainische Marine der Schwarzmeerflotte Russlands in konventioneller Seemacht nicht gewachsen war, setzte sie auf asymmetrische Kriegsführung und führte groß angelegte Operationen mit Seedrohnen durch.

Die neueste Entwicklung in diesem Bereich ist die Fähigkeit dieser Drohnen, während eines Einsatzes FPV-Drohnen abzusetzen. Dies ermöglichte der Ukraine eine verheerende Angriffswelle auf russische Luftabwehrstellungen auf der Krim.

Diese hochentwickelten Operationen richteten erheblichen Schaden an, da die Kamikaze-Seedrohnen mittlerweile über ein Drittel der russischen Schwarzmeerflotte versenkt haben. Dies zwang Russland, seine verbliebenen Schiffe in östliche Häfen zurückzuziehen. Für die Ukraine war dies ein bedeutender Sieg, da Russlands maritime Dominanz von einem Land zerstört wurde, das selbst über keine konventionelle Marineflotte verfügt.

Zusätzlich zu diesen Erfolgen hat die Ukraine kürzlich eine neue Hochtechnologie-Seedrohne mit dem Namen „Katran“ vorgestellt, die gerade erst aus der Entwicklung kommt. Sie ist mit Torpedos, Maschinengewehren, Autokanonen und MANPADS bewaffnet und verfügt über elektronische Kriegsführungssysteme sowie Abwehrmaßnahmen. Mit einer Reichweite von über 1.000 Kilometern hätte diese Technologie die ukrainische Überlegenheit in den Gewässern um die Krim weiter untermauert.

Mit dem nun vereinbarten Waffenstillstand hat sich die Ukraine jedoch verpflichtet, ihre äußerst wirksamen Angriffe auf russische Marineeinheiten einzustellen – eine bedeutende Konzession, da diese Operationen die russische Flotte bereits zum Rückzug gezwungen und russische Luftabwehrstellungen auf der Krim schwer beschädigt hatten.

Für Russland bietet die Vereinbarung eine Möglichkeit, wieder Zugang zum globalen Handel zu erlangen, insbesondere in den Bereichen Landwirtschaft und Düngemittel. Das Land ist dringend darauf angewiesen, westliche Sanktionen zu umgehen, da die zunehmend stark überwachte Ostsee den Export russischer Waren über See erheblich erschwert.

Im Gegensatz dazu bleibt das Schwarze Meer eine praktikable Alternative. Die Türkei und Rumänien sind zwar Verbündete der Ukraine, haben aber russische Handelsschiffe nicht so aggressiv ins Visier genommen wie die NATO-Staaten im Ostseeraum. Russland hofft, dass der Seewaffenstillstand es seinen Frachtschiffen erleichtern wird, das Schwarze Meer und das Mittelmeer mit weniger Störungen zu durchqueren. Dies ist von entscheidender Bedeutung, da Russland außerhalb dieser Region über kaum nutzbare Warmwasserhäfen verfügt, die nicht im Winter zufrieren. Die USA haben zudem signalisiert, dass sie bereit sind, Russlands Zugang zum internationalen Schiffsverkehr über Zahlungssysteme und Banken zu erleichtern, die bisher unter vollständigen westlichen Sanktionen standen.

Auf der anderen Seite standen ukrainische Exporte, insbesondere Getreidelieferungen, unter ständiger Bedrohung durch russische Marineoperationen. Ein möglicher Waffenstillstand könnte eine Stabilisierung der ukrainischen Handelsrouten ermöglichen. Die Vereinbarung verpflichtet Russland zudem, sämtliche Angriffe auf ukrainische Hafenanlagen einzustellen, was Millionen von Ukrainern vor täglichem russischem Bombardement bewahren würde.

Dennoch bleibt die Frage, ob Russland den Waffenstillstand tatsächlich einhalten wird. Die Ukraine hat allen Grund zur Skepsis, da ähnliche Vereinbarungen – wie das Getreideabkommen – wiederholt durch russische Aggressionen untergraben wurden. Präsident Selenskyj äußerte bereits Zweifel an der Verlässlichkeit Russlands und kündigte an, sich im Falle eines Bruchs der Vereinbarung an die USA zu wenden, um weitere Waffenlieferungen und schärfere Sanktionen zu fordern.

Insgesamt stellt der Seewaffenstillstand eine begrenzte Vereinbarung dar, die nicht das Ende des Krieges bedeutet, sondern vielmehr in die breitere US-Strategie eingebettet ist, schrittweise Waffenruhen zu erreichen, die letztlich zu direkten Friedensverhandlungen führen könnten. Die mögliche Einbindung von Drittparteien als Beobachter – etwa aus der Türkei und Saudi-Arabien – könnte dazu beitragen, die Einhaltung der Vereinbarung zu überwachen.

Falls Russland den Waffenstillstand verletzt, ist die Ukraine bereit, ihre Angriffe wieder aufzunehmen – diesmal mit noch fortschrittlicheren Seedrohnen, die ihre Fähigkeit zum Gegenschlag weiter stärken werden.

0 Kommentare

0
Aktiv: 0
Loader

George Stephanopoulos throws a fit after Trump, son blame democrats for assassination attempts

von
Ariela Tomson
No items found.