Heute gibt es zahlreiche interessante Neuigkeiten aus dem Raum Borowa. Hier hat die Elite-Dritte Sturmbrigade eine massive Aufwertung erfahren und wurde in ein vollwertiges Armeekorps umgewandelt, was bereits zu äußerst erfolgreichen Gegenangriffen und Gebietsgewinnen geführt hat. Diese tiefgreifende Umstrukturierung, die ihre kombinierten Waffen- und Offensivfähigkeiten mit bis zu 20.000 neuen Soldaten stärkt, verspricht, das Kräfteverhältnis in den Richtungen Kupjansk und Borowa entscheidend zu verändern.

Der ukrainische Generalstab hat kürzlich die Umstrukturierung der Dritten Sturmbrigade in das neue und verbesserte Dritte Armeekorps abgeschlossen. Dieses umfasst nun fünfmal so viele Truppen und Ausrüstung wie zuvor und steht unter der Führung von Andrij Bilezkyj. Das Korps vereint fünf bestehende Brigaden unter einem einheitlichen Kommandostruktur, sodass sie als eine geschlossene Einheit operieren, wobei die Dritte Sturmbrigade den Kern des Korps bildet.

Die Dritte Sturmbrigade, eine der effektivsten ukrainischen Einheiten, hat in drei Jahren Kampferfahrung NATO-Doktrinen erfolgreich in moderne Kriegsführung integriert. Kürzlich demonstrierte sie ihre Stärke durch die Rückeroberung von Nadija und angrenzenden Gebieten und machte damit zwei Monate russischer Vorstöße sowie Tausende von Verlusten innerhalb einer einzigen Operation rückgängig. Ihr koordinierter Gegenangriff kombinierte Artillerie, Drohnen, Panzer und gepanzerte Sturmtruppen, die sich gegenseitig absicherten. Vorstoßend in gepanzerten Mannschaftstransportern mit Leopard-2-Panzerunterstützung, stiegen die Soldaten ab, um die Siedlung und die umliegenden Baumlinien zu säubern und russischen Widerstand schnell auszuschalten.


Diese Operation war strategisch von entscheidender Bedeutung, da sie eine wichtige russische Versorgungsroute nahe Borowa unter ukrainische Feuerkontrolle brachte.

Die Erweiterung der Dritten Sturmbrigade zu einem Armeekorps erhöht ihre Truppenstärke von 4.000 auf bis zu 20.000 Soldaten. Durch die neue vereinte Kommandostruktur des Dritten Armeekorps können fünf Brigaden nun wesentlich koordinierter agieren als zuvor als unabhängige Einheiten. Zuvor waren Brigaden die höchste taktische Einheit in der ukrainischen Armee, was bedeutete, dass jede mit eigenen Doktrinen, Taktiken und logistischen Anforderungen operierte, wodurch die operative Flexibilität eingeschränkt wurde. Die Integration auf Korps-Ebene verbessert nun die Befehlsführung, stärkt die Koordination und steigert die Effektivität großangelegter Militäroperationen erheblich.

Über das Dritte Armeekorps hinaus strukturiert die Ukraine ihre Streitkräfte derzeit in insgesamt 18 eigenständige Armeekorps um. Jedes dieser Korps vereint fünf bis sieben Brigaden unter einem gemeinsamen Kommando und deckt Frontabschnitte ab, die sich über Dutzende Kilometer erstrecken. Mit integrierten Aufklärungs-, Logistik- und Spezialeinheiten erhöht das Korps die Feuerkraft und Flexibilität, indem es spezialisierte Artillerie-, Luftabwehr-, Aufklärungs-, elektronische Kriegsführungs- und Pioniertruppen zuweist. Mit bis zu 20.000 Soldaten und 900 schweren Fahrzeugen wird jedes Korps-Hauptquartier in der Lage sein, Frontabschnitte direkt zu kontrollieren und Großoperationen effektiver zu koordinieren als unabhängige Brigaden. Die neuen Korps-Kommandanten profitieren von überlegenen Kommunikations- und Aufklärungssystemen, die eine schnellere Entscheidungsfindung ermöglichen. Dies erlaubt nicht nur großangelegte Offensiven und Verteidigungsoperationen, sondern auch eine präzisere Reaktion auf Bedrohungen und eine schnelle Verstärkung gefährdeter Abschnitte. Diese neue Struktur verwandelt lokal begrenzte Gefechte in koordinierte Operationen, die eine größere strategische Wirkung erzielen.

Konkret ermöglicht diese Reform den ukrainischen Streitkräften, mehrere Schwachstellen zu eliminieren, die Russland zuvor effektiv ausnutzte. In der Region Borowa nutzten die Russen die fragmentierte Natur der ukrainischen Brigade-Struktur, indem sie eine Brigade gezielt überwältigten, während sie gleichzeitig andere Brigaden mit Angriffen banden und Lücken zwischen ihnen suchten. Dadurch konnten sie ihren Brückenkopf bis zum Oskil-Fluss bei Pischane im Süden erheblich ausweiten. Diese Schwächen wurden nun beseitigt, und die ukrainische Frontlinie ist weitaus solider, sodass Russland erhebliche Reserven aufwenden muss, um neue Vorstöße zu erzielen.

Bemerkenswert ist, dass diese umfassende Umstrukturierung mehrere Monate in Anspruch nahm – und das unter ständiger russischer Angriffsdruck, ohne dass die Kohärenz der ukrainischen Verteidigung verloren ging. Nun, da die Reform abgeschlossen ist, verfügt die Ukraine über zahlreiche kampfbereite Armeekorps, was zukünftige russische Offensiven erheblich erschweren wird.

Insgesamt gelang es der Ukraine, die Dritte Sturmbrigade und die umliegenden Brigaden erfolgreich in das neue Dritte Armeekorps umzustrukturieren. Dies zeigt bereits erste Erfolge: Russland konnte in keinem Sektor der neu formierten Einheit nennenswerte Fortschritte erzielen, während die ukrainischen Kräfte erfolgreich einen ersten Test ihrer neuen Fähigkeiten durchgeführt haben. Die vollständigen Auswirkungen dieser Umstrukturierung werden sich erst in den kommenden Monaten zeigen, da das neue Dritte Armeekorps noch keine großangelegten Operationen durchgeführt hat. Zunächst wird der Fokus auf der Integration der anderen Brigaden in die neue Doktrin liegen, um sie auszubilden und auf größere Operationen vorzubereiten als je zuvor.

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